Thursday, January 25, 2018

Macht Nähen glücklich ?

Manche behaupten es so.
Ich habe mir dieses Wochenende diese Frage sehr häufig gestellt.
Wann genau bzw. wie häufig bin ich tatsächlich beim Nähen glücklich ?
Meiner Meinung nach, kann Nähen wirklich glücklich machen, wenn alles wie geplant abläuft und ohne Probleme zusammen kommt.

Optimal wäre es, wenn man sich das gewünschte Modell aussucht, den Stoff verwendet, welchen man mit voller Freude ausgesucht hat, die Kleidung letztendlich 1A sitzt und man zudem noch irre viel Spass beim Nähen hatte.

Wie häufig passiert mir das jedoch real ?
Wenn ich Punkt für Punkt durch diesnachfolgende Liste gehe, wird das Glücklichsein vermutlich nicht gewinnen.

Aber fangen wir der Reihe nach an.

1. Die Idee und das Schnittmuster
Ich habe irgendwo ein wunderschönes Modell gesehen, was ich umsetzen möchte.
Entweder verwende ich einen Schnitt, den ich abwandel oder ich nehme einen Fertigschnitt dafür.
Bin ich dabei glücklich? Ja!

2. Der Stoff
Ich begebe mich auf die Suche nach dem richtigen Stoff. Ich habe eine glasklare Vorstellung von der Qualität und Farbe des gewünschten Materials. Sehr selten finde ich es genau so, wie ich ihn mir vorstelle. Weitaus häufiger ist das jedoch nicht der Fall. Aber das ist nur der Anfang. Viel schwieriger ist es sehr häufig noch das richtigen Zubehör bzw. die weiteren Kurzwaren zu finden. Dann geht es richtig los.
Beispiel: Ich wollte eine asch-rosa Wildlederersatz-Biker-Jacke nähen. Zuerst war es kaum möglich, die richtige Farbe und das entsprechende Wildleder mit  dem exakten Gewicht bzw. der genauen Dicke zu finden. Nachdem mir das tatsächlich geglückt war, begann die intensive Suche nach den passenden 2-Wege-rosa Metall-RV mit Silberzähnchen für die Vorderseite und den entsprechenden 1-Weg-Metall-RVen mit Silberzähnchen jeweils für die Taschen in den Größen 16 cm sowie 22 cm für die Ärmel.
Was habe ich davon jedoch gefunden? Richtig, rein gar nichts !
Zum Glück habe ich eine Freundin in Russland und die Russen haben alles in Hülle und Fülle. Ich bekam die RV's schlussendlich nach einigen Wochen dann doch. Bis dahin war ich jedoch leider schon völlig bedient.
Bin ich dabei glücklich? Selten. Meistens bin ich am Ende der Suche  erschöpft.

3. Passform.
Hier kommt es ganz klar auf meinen eigenen Anspruch an die Passform an. Meiner ist bekanntermassen sehr hoch. Es gibt kaum etwas, was ich nicht oder nur wenig anpasse. Es hat sehr viel mit den Asymmetrieen meines Körpers zu tun. Es ist sehr mühseelig und anstrengend und dauert manchmal Tage bis ich soweit bin, dass ich endlich nähen kann. Manchmal bin ich so strapaziert, dass ich am fertigen Stück kaum mehr Freude empfinden kann. Dann muss erst die Zeit vergehen, dass ich das Alles vergesse habe und das Stück letztendlich geniessen kann.
Aktuell habe ich zwei ganze Tage damit zugebracht, einen Bleistiftrock "nach Mass" an meine unterschiedlichen Hüften anzupassen. Ich hatte mir die Entstehung dieses Rockes ganz anders  vorgestellt.
Bin ich dabei glücklich? Ganz sicher nicht ! Meine Hände sind komplett zerkratzt von den dutzenden Anproben.

4. Das Nähen und der Entstehungprozess.
Auch hier kommt es auf meinen eigenen Anspruch an die Verarbeitung an. Ich kann nicht anders, es muss alles akkurat und sauber und grade und sonst noch was sein.
Grade bei Designer-Stücken raucht mir des häufigeren mein Kopf, wie man es an der einen oder der anderen Stelle bloß gemeint ist ? Solche Situationen passieren mir häufiger als mir lieb ist.
Ich kann dann tagelang an Nichts anderem mehr denken - die Lösung muß einfach her. Wenn ich mit dem 3D-Denken nicht dahinter komme, bastel ich an einem Probestück, um das Schritt für Schritt auszutesten.
Ich bin nun mal kein Genie und wenn ich letztendlich dahinter komme, bin ich völlig erschöpft. So lange ich nach der Lösung suche, fühle ich mich meist schrecklich und bin höchstunzufrieden und teilweise sauer auf mich, weil ich es nicht zu lösen vermag.
Ich mag das Nähen selbst und die Prozesse an sich. Aber es ist auch eine beträchtig  lange Prozessliste, bis man etwas fertig genäht hat.
Hier ist nur ein Beispiel auf russisch (meine Hausaufgabe). Meine Aufgabe war für diesen Designer-Rock von Sacai,was ich mir als Beispiel meine Transferleistung ausgesucht habe, die Prozessliste zu erstellen. 22 Punkte!

Das Nähen ist in meinen Augen  vergleichbar mit erschöpfender Arbeit bzw. Anstrenung !
Manchmal ziehen die Stoffeigenschaften einem einen Strich durch die Rechnung: Der Stoff liegt bzw. fällt nicht so, wie man erwartet hat oder wie man es benötigt. Manchmal will er mit einem anderen Stoff nicht zusammen arbeiten oder macht mir einfach das Nähen für mich zur Qual.
Beispiel: Ich habe mehrere Anläufe unternommen, um gut Wildlederersatz mit Pannesamtausbrenner zusammen zu nähen. Nichts half - weder  das Heften, noch Obertransport, noch Teflonfuss.
Bin ich glücklich?  Ganz selten, wenn es wirklich glatt läuft und das Stück, was ich nähe, recht einfach ist.

5. Das Tragen
Endlich ist der ganze Weg hinter mir und ich kann tragen, was ich genäht habe.
Es ist für mich seit Jahren normal, dass ich mit Ausnahmen von Jeans und Gestricktem, selbstgenähte Kleidung trage. Es ist für mich somit nichts besonderes. Und wenn ich nicht explizit auf etwas angesprochen werde, dann nehme ich davon meist keine Notiz.
Wenn ich auf meine Kleidung angesprochen werde, freut mich das sehr, denn das bedeutet, dass meine Kleidung wahrgenommen wird.
Eine andere Art Freude erfahre ich, wenn bestimmte Stücke die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ich kann z.B. mit diesem Kleid niemals ohne Augenbegleitung von Passanten durch die Straße gehen.
Die Kleidung ist bequem, ich habe die richigen Farben. Das erfreut mich natürlich.
Bin ich glücklich?  Ja, sehr!

6. Nachhaltigkeit.
Dadurch, dass ich sehr langsam und gewissenhaft etwas anfertige, produziere ich nicht all zu viel Kleidung und trage sie über ein sehr langen Zeitraum. Es ist etwas, was ich anstrebe und was mich besonders erfreut. Ich versuche schon bei Auswahl der Stoffe darauf zu achten, dass sie gut sind und mir möglichst lange ihren Dienst leisten werden. Das ist mein kleiner Beitrag für die Umwelt.
Seit ich eine Stoffinventur vor zwei Jahren durchgeführt habe, kaufe ich die Stoffe sehr bewußt:
Nur das Nötigste, was ich realistisch in 1-2 Monate abarbeiten kann. Dies entspricht der Menge, die ich tatsächlich für ein Kleidungsstück, was ich tatsächlich danach auch tragen werde, brauche.

Fazit:
Die Sache mit Glückseeligkeit bei diesem Hobby für mich ist nicht so eindeutig.
Ich empfinde kaum Erholung und Entspannung während ich nähe, weil ich ständig im Vorraus denken muss. Tue ich es nicht - mache ich zwangsläufig Fehler !

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob ich seit 10 oder 30 Jahre nähe. Ich stehe bei jedem neuen Projekt vor neuen Herausforderungen. Es wird nie langweilig - soviel ist sicher ! Aber es wird auch NIE leichter ! Aber ..
Man erlebt wahre Freude beim Sieg über die eigenen Unzulänglichkeiten. Durchaus kannich ein Gefühl der tiefsten Zufriedenheit, wenn es letztendlich gelungen ist, empfinden. Das Erdachte umgesetzt zu haben und die Erholung beim Tragen, weil es bequem ist und man sich drin sehr wohl fühlt, führt bei mir durchaus zu einer gewissen Glückseeligkeit.

Wie ist es bei Euch ? Macht Euch das Nähen glücklich?

33 comments:

  1. Mittlerweile sehe ich das glückliche nähen mit anderen Augen, bei dir lese ich viel selbst erzeugten Druck heraus, da würde ich auch nicht glücklich bei werden. Glücklich zu sein bedeutet nicht, das etwas einfach läuft und manchmal ist es auch nicht das eigentliche Ziel was einen glücklich macht, sondern mitunter auch der, manchmal recht mühsame Weg dorthin. Für mich bedeutet das Glück beim nähen, allein schon die Tatsache das ich es überhaupt kann, das Geschick dazu und die Zeit habe.
    viele liebe Grüße Yvonne

    ReplyDelete
    Replies
    1. Hallo liebe Yvonne,
      vielen Dank für deine Meinung.
      so geht es mir beim haute couture sticken- dass ich diesen luxus überhaupt haben/produzieren kann!
      leider wünsche ich mir tatsächlich,dass das Nähen einfacher und leichter wäre,wenn man nur lange genug das ausübt. und dem ist leider nicht so.

      Delete
  2. I thought I was the only one! Thanks for posting this, I feel so much better about my own sewing blues now. :)

    ReplyDelete
    Replies
    1. A german ideom is: A shared pain - is half the pain :-)
      Thank you so much for your open response, appreciated.

      Delete
  3. Immer wenn ich wo lese, nähen ist mein Yoga, verdrehe ich die Augen. Entspannend ist nähen definitiv nicht immer. Ich würde sagen ich nicht weil es mich glücklich macht, sondern weil ich die Herausforderung mag, zu sehen ob ich es schaffe mein Kleidungsstück meinen Vorstellungen entsprechenden zu nähen.
    Aber meine Lieblingsmomente sind wenn ich die perfekte Kombination aus Schnitt und Stoff finde, wenn während dem Nähen ein Problem/Herausforderung gelöst wurde und es einfach gut läuft (so wie ich es mir vorstelle). Und langfristig wenn ich ohne nachzudenken gerne zu einem genähten Kleidungsstück greife.

    Und das theoretisch planen welcher Stoff mit welchen Schnitt zusammen passen könnte oder einfach nur entspannt am Sofa mein Archiv nach neuen Schätzen zu durchsuchen.

    Ich muss zugeben ich hab auch schon sehr frustrierende Momente gehabt, so dass ich dann Abstand zum Nähen gebraucht habe und manchmal fehlt einfach die Motivation

    Fazit es gibt wie überall Höhepunkte und Tiefpunkte.
    Lg Sabine

    ReplyDelete
    Replies
    1. ja, genau! das ist auch bei immer mein Impuls zu loszulegen, die Neugierde ,ob ich es hinkriege.das ist weniger Spass an der Herausfoderung,sondern mehr das Kribbeln in den Finger,ob ich es so rausbekomme,wie ich will.
      ich kann leider nciht immer Abstand nehmen,wenn das Problem nicht gelöst ist. ich bin dann ein Gefangener des Problems, eine Geisel:-) ich bin ein Kampfhund,der nicht los lassen kann. Isaac Newton hat sich in so einem Fall in seinen Zimmer verkrochen und solange dran gearbeitet bis er die Lösung hatte. Es ist eine Art der Besessenheit denke ich:-)

      Delete
  4. Eindeutig: JA!
    Auch wenn der Weg schwierig ist, das Ergebnis meinen Ansprüchen nicht genügt (die sind so hoch wie Deine, aber meine Fähigkeiten sind dies nicht) oder sonst etwas nicht klappt. Ich kann beim Nähen entspannen und bin glücklich, merke ich es stresst, nähe ich nicht und nehme die Stricknadeln in die Hand.
    Ein Pullover mit aufwändigem Muster dauert viel länger als ein Stück zu nähen, da können bis zum fertigen Teil schon mal 200 Stunden vergehen. So etwas banales wie Socken brauchen 15 bis 20 Stunden. Spinne ich die Wolle dann noch selbst, erhöht sich die Arbeitszeit weiter. Und alles soll schön werden.
    Das hat meine Geduld geschult und "Der Weg ist das Ziel" macht mich glücklich.

    Was mich - wie Dich auch - nicht glücklich macht ist das Problem, das richtige Material zu finden. Egal ob für einen Quilt oder ein Kleidungsstück. Das frustriert, das nervt, das kann ärgerlich sein und, da ich kein Russisch kann, bleibt mir nur der Weg ins englischsprachige Ausland.

    Deine Kleidungsstücke sind allesamt so wunderschön und anspruchsvoll, die müssen doch glücklich machen?

    Lieber Gruß von einer später - glücklich - nähenden, nein applizierenden (im Schneckengang)

    Sabine

    ReplyDelete
    Replies
    1. Hallo liebe Sabine,
      ja, wenn sie fertig sind, macht auch Spass,sie zu tragen.
      Das Sammel des Materials für haute couture Stickerei kann teilweise mehrere Monate dauern. Mittlerweile bestelle ich es aus aller Welt, inkl. China,Hing Kong, Baltikum,Italien,USA.Französische Pailetten ist für mich leichter aus Baltikum oder Russland bestellen, weil sie die grössere Auswahl und geringere Portokosten haben als wenn ich es aus Frankreich bestellen würde.
      Ich habe mal bei Burda gelesen,dass eine Frau aus Deutschland einen Mantel nach irgendeinem Designer nähen und besticken wollte. Sie brauchte Feder, Steine, Pailetten. Es hat insgesamt 6 Monate gedauert bis sie alles zusammen hatte.
      Beim couture sticken geht mir auch so "der Weg ist das Ziel". aber da ist auch wie Stricken-wenn nicht gefällt, löst man das Gestickte auf:-).Es dauert unendlich lange bis man etwas sieht.Es ist auch mehr erholend als anstregend, gar beruhigend-darüber schrieb ich im Dezember.
      Irgendwie ist in mir Wunsch drin, dass es irgendwann man leicht sein sollte,wenn man schon so viel kann.
      Liebe Grüße
      Julia

      Delete
  5. Richtig staatstragende Gedanken sind hier zu lesen. Julia, ich kann Deine Meinungen und Erkenntnisse sehr gut verstehen - für mich selber komme ich jedoch zu einem anderen Schluss. Klar, läuft beim nähen nicht immer alles glatt, man muss umplanen wegen fehlender Materialien, es muss getrennt werden, angepasst oder auch mal entsorgt .... und trotzdem macht mich auch dieser Prozess des nähens glücklich. Jede Minute die ich beim Nähen verbringe tue ich etwas für mich, schaue kein Fernsehen oder verschwende Zeit mit Internet- Surfen ... am Ende des Abends ist etwas neues entstanden, dass nur ich geschaffen habe - was für ein Glück. Die zusätzliche Freude beim anprobieren und vor dem Spiegel stehen, sich auszumalen wie man mit dem neuen Kleid im Büro aufläuft - Glücksmomente!!! Hinzu kommt, dass ich beim nähen meistens Hörbuch höre oder mit lieben Menschen telefoniere - Glücksmomente ohne Ende!
    Sogar das abpausen der Schnittmuster kniend auf dem Fußboden macht mich oft glücklich - die Katze kommt vorbei und will mir den Stift klauen oder sie krabbelt unter den schnittmusterbogen und schleppt regelmäßig das Maßband in eine HÖhle weil sie so gern damit spielt - wir haben dann alle viel Spaß.
    Liebe Grüße von Kuestensocke

    ReplyDelete
    Replies
    1. Danke,liebe Küstensocke für deine Meinung.
      ich höre auch gerne hörbücher im hintergrund oder lasse netflix im hintergrund laufen,wenn ich nähe. jedoch während ich konstruiere, muss meine konzertration hoch sein, dann herrscht absolute stille.
      es gibt ein punkt,der mir das leben deutlich schwerer macht,dass ich nichts entsorge,was mir nicht gelingt. es wird solange nach einer lösung gesucht,wie ich das noch retten kann, bis ich sie gefunden habe. ich empfinde es leider nciht als glücksmoment.
      :-))freude von der vorstellung wie man im neuen kleid aufläuft:-)))sowas hab ich noch nicht gedacht:-)

      Delete
  6. Den Druck kann man beim Lesen förmlich fühlen - wenn auch in abgeschwächter Form. Ich möchte mir nicht vorstellen, was Du "in natura" fühlst.
    Die geschilderten Phasen beim Nähen kenne ich gut, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Möglicherweise hilft mir das (deutlich höhere) Lebensalter. Ich habe sehr spät mit dem Nähen begonnen und bin immer noch Anfänger. Das macht aber nichts. Das Nähen dauert lange (ich bin Handnäherin), das ist auch okay. Schließlich ist es ein Hobby! Ich bin dankbar dafür, mir das zeitlich und finanziell leisten zu können. Und wenn obendrein noch etwas Vorzeigbares entsteht - umso besser.
    Unter dem Strich sollte ein Hobby dazu dienen, mental Kraft zu tanken für den "Rest" des Lebens. Und Nähen ist für mich definitiv eine mentale Tankstelle.

    ReplyDelete
    Replies
    1. hallo liebe Babette,
      ich selbst empfinde es nicht als druck.ich weiß nicht,ob es eine sache der erziehung oder mentalität ist? ich habe mit 15 angefangen zu nähen.heute bin ich 44. und ich habe so langsam das gefühl, dass ich früher deutlich nachlässiger war als heute. manche halten mich für einen perfektionistin ,die anderen sagen,ein perfektionist bin ich auf gar keinen fall. allein schon deswegen,weil ich zufrieden oder glücklich über mein ergebnis sein kann.
      ich habe keine eile,wenn ich nicht grade in einem kurs mit abgabeterminen stecke. das ist mit einem auch der grudn,warum ich nie bei irgendwelchen sewalongs teilnehme- ich mag keinen stress beim hobby.
      Mentale kraft zu schöpfen funktioniert am besten tatsächlich bei handarbeit, sie ist so eine art meditation, genau wie couture-sticken.

      Delete
  7. Das ist ja eine ganz prinzipielle Frage und Dein Post hat mich zum Nachdenken angeregt. Ja, ich bin glücklich beim Nähen. Ich bin es oft schon beim Stoffkauf, weil ich mir ausmale, was daraus werden kann. Eher selten suche ich nach einem ganz bestimmten Stoff oder einer Farbe oder einem Muster. Ich habe eher das Gefühl, der will jetzt zu mir, der passt zu mir und dann kaufe ich (inzwischen aber nur, wenn schon klar ist, was draus werden kann) – so wie der braunkarierte Wollflanell vom Weihnachtskleid. Hatte ich je schon was in Braun? Nein, aber dieser Stoff war so was von meins und ich war glücklich beim Kaufen. Gut, langes Suchen nach bestimmtem Zubehör kenne ich auch, das nervt, aber ich reibe mich dabei nicht auf, bin auch mit nicht ganz so perfekten Alternativen zufrieden. Da hast Du sicher einen anderen Ehrgeiz. Das Nähen selbst macht mir Spaß, da ich mit meinen Händen etwas Neues schaffe – ein wunderbarer Ausgleich zur Kopf- und PC-Arbeit in meinem Job. Ich bin glücklich, wenn etwas gelingt oder fühle mich herausgefordert, wenn etwas schwierig ist. Und weil ich schon mit Bedacht und klarem Ziel die Projekte angehe, gibt es bei mir auch keine Ufos oder irgendwelche halbfertigen Teile. Was ich anfange, beende ich und nur sehr sehr selten landet etwas in der Tonne. Ich kämpfe mich auch mal durch – da bin ich ganz bei Dir und empfinde aber sofort Glücksmomente, wenn ich eine Ahnung habe, dass es klappt. So war es zum Beispiel bei dem Burda-Flechtkleid. Und ich nähe nie bis zur Erschöpfung. So anstrengend will ich es in meiner Freizeit nicht. Noch habe ich nicht so viele selbstgenähte Stücke und ich fühle mich in MeMade schon noch besonders. Also auch hier Glück über ein schönes selbstgemachtes tragbares Kleidungsstück. Und noch größer ist das Glück, wenn ich für jemanden genäht habe und der sich freut. Zum weißen Weihnachts-Sweater sagte die Freundin meines Sohnes „So was hat noch nie jemand für mich gemacht“ – das ist doch einfach nur Freude.
    Alles in allem macht mich das Nähen schon glücklich und ich weiß auch, dass ich pausieren würde, wenn das mal nicht mehr so sein sollte.
    Liebe Grüße von Ina

    ReplyDelete
    Replies
    1. hallo liebe Ina,
      jau!:-) beim stoffekaufen hab ich jede mange dopamin, endophine, adrenalin und was noch dazu gehört....ABER!
      ich bin seit fast 2 jahren trocken!:-)))
      ich gehe stoffe shopen wie andere zum metzger um die ecke:-), mit einer einkaufsliste.
      d.h. im umkehrschluss, dass bei mir erst die idee geboren wird,und dann besorge ich die zutaten. wenn ich so fortschrittlich wäre wie du, Küstensocke und paar anderen.... aber ich bin langsam und habe doppelte, dreifache menge an stoffen,die auf ihre verarbeitung warten.
      für die anderen zu nähen macht mir erlich gesagt mehr spass,weil ich noch besser kann,aber auch nur dann,wenn ich weiß,dass sie meine arbeit wertschätzen.
      Nähen um nähenswillen kann ich irgendwie gar nicht.
      so eine würdigung wie von der freundin deiner sohnes ist schon was tolles!
      Ufos...
      das ist ein thema für sich bei mir. wie ich es schon erwähnt habe, suche ich nach einer lösung bis sie gefunden wird. jedes ufo, sei es schon 3 J.a., kommt irgendwann zu seinem abschluß. ich kann nichts entsorgen.warum ein ufo zu einem ufo wird, gibt es immer einen grund. gut,wenn es nur plötzlicher sommer war,mit dem man nciht gerechnet hat:-) es könnte aber genau so gut passform oder konstruktionsfehler sein.
      manchmal befinde ich mich in einer verarbeitungssackgasse, wo ich einfach sehr lange nicht weiß,wie ich die stelle am besten hinkriege?
      liebe grüße
      Julia

      Delete
  8. I sew a lot for my son. The only part I enjoy is finding the perfect pattern, and lovely fabric! Or designing it from the pattern.
    Sewing it, altering it to fit him, fighting with pins and needles- drive me crazy. It takes a good week of seeing him wear the finished product and knowing he likes it, to make me feel happy.
    For my clothes sewing, I never feel satisfied with it and alter it over and over! Even a year later! OY!
    I appreciate your openness here. I agree with you!

    ReplyDelete
    Replies
    1. oh my the "translation" loses something!!

      Delete
    2. Dear Eliz,
      Thank you so much for your open response, appreciated.

      Delete
  9. Ich kann gut nachvollziehen was du da schreibst weil es mir früher auch so ging, mittlerweile macht mich Nähen aber meistens sehr glücklich!
    Ich habe mir früher vor allem Zeitdruck gemacht, mich hat es sehr frustiert wenn ich ewig gebraucht habe einen Reißverschluss einzusetzen. Aber ich habe eingesehen, dass ich erstens, bei einem Hobby keinen Zeitdruck machen brauche, zweitens, dass es mit der Übung auch immer schneller geht und drittens dass es halt dauert, wenn es gut werden soll ;)
    Meine Ansprüche sind sehr hoch und ich suche mir auch sehr gerne anspruchsvolle Projekte raus, das hat früher sehr häufig im Frust geendet. Irgendwann habe ich mir gesagt, es ist zwar nicht so perfekt geworden wie ich es haben wollte, aber ich habe jede Sekunde mein bestes gegeben. Und seit dem ich weiss, dass ich immer mein bestes gebe, kann ich mir Fehler auch mal verzeihen und habe nicht mehr so den Druck. Und beim nächsten mal wird es dann sicher besser.
    Auf die suche nach einem ganz bestimmten Stoff gehen ist etwas, was ich inzwischen auch nicht mehr mache. Das funktioniert so rum einfach nicht und raubt nur Zeit und Energie. Man muss auch nicht immer alles haben und machen, es gibt so viele andere schöne Stoffe und Möglichkeiten.
    Ich hoffe du kannst wieder mehr Spaß am Nähen finden ;)
    Liebe Grüße,
    yacurama

    ReplyDelete
    Replies
    1. das problem bei mir ist,dass ,wenn es nciht meine vorstellung entspricht, ich nicht tragen werde- ich habe dazu keine alternative, als gut machen.zeitdruck habe ich nicht- ich bin extrem langsam, es ist fakt und es ist von mir auch so akzeptiert.
      ich verzeihe mir die fehler,aber sie müssen sofort behioben werden,sonst produziere ich eine schrankleiche.dazu habe ich einfach keine kapazität.
      ich habe ja spass, ich fühle mich etwas falsch verstanden.
      ich wünschte nur,dass es mit der zeit leichter wird und nicht schwerer. die tendenz ist aber genau umgekehrt. je mehr ich weiß,desto schwieriger ist der weg.wir reden fast von 30 jahren erfahrung.
      in meiner wunschvorstellung wäre so, dass man etwas gut gelernt hat und danach wie am schnürchen alles ist wunderbar,einfach und gelingt.

      Delete
  10. Für mich bedeutet es Glück, wenn ich sehen kann, wie ein Kleidungsstück Stück für Stück wächst, und der Moment, wenn ich merke, dass es "klick" macht, weil ich etwas verstanden habe, was sich zuvor sehr kompliziert angehört hat.

    Nur eins habe ich mir abgewöhnt: Es so haben zu wollen, wie es auf der Vorlage aussieht, und dass es perfekt sein muss.

    LG
    Ulrike

    ReplyDelete
    Replies
    1. ich kann mir das leider nicht abgewöhnen, weil ich so bin, weil ich so schon immer gewesen bin,wenn ich mich an meine anfänge erinnere..

      Delete
  11. Ich kann Dich verstehen: Wenn die Ansprüche derart hoch sind, ist das Nähen wirklich nicht entspannend. Als ich mit dem Nähen anfing, war ich der Meinung, ich würde alles 1:1 genauso umsetzen können, wie ich es in der Zeitschrift gesehen habe. Und natürlich passt alles sofort. :)))) Ich muss jetzt noch darüber lachen. Und das war echt Stress für mich. Inzwischen sehe ich es wie blaupause: Es wird nie so werden, wie es auf der Vorlage aussieht und jeder Schritt muss erlernt werden. Wenn ich am Ende dann ein tragbares Stück habe, macht mich das sehr glücklich. Auch, wenn ich darauf angesprochen werde.
    LG, Sandra

    ReplyDelete
    Replies
    1. mir geht es genau so auch wenn ich nach massgeshcneidertem schnitt mache.
      meine hüfte sind untershciedlich rund und untershiedlich hoch, die shculter ebenfalls und überhaupt ich bin nirgendwo symmetrisch. ein schnitt ist jedoch immer symmetrisch.
      also es kann einfach nie passen,wie ich es will, abgesehen von modelinien.
      und praktische verarbeitungstellen werden solange korregiert bis sie gut sind- das macht mir nichts aus. die suche davor ist für mich schlimmer.

      Delete
  12. Liebe Julia,

    Nähen ist eine permanente Herausforderung. Wir machen uns Gedanken (auch über uns selbst), finden neue Wege, scheitern manchmal und fangen wieder von vorn an. Kurz gesagt: Nähen hält uns jung :-)
    Liebe Grüße
    Simone

    ReplyDelete
    Replies
    1. Du hast es so wunderbar in die worte zusammen gefasst! das gefällt mir:-)!

      Delete
  13. Uff, wenn ich das so lese frage ich mich, warum du dir dieses Hobby überhaupt antust? Vielleicht wärst du ja glücklicher, wenn du nur noch Stickereien machen würdest?

    Für mich persönlich ist nähen ein guter Ausgleich zu meinem verkopften Job. Beim Nähen erschaffe ich etwas. Kann eine Idee in Stoff und Realität umsetzen, was in meinem Job oft nicht funktioniert. Also das mit in die Realität umsetzen, mit Stoff habe ich nicht viel beruflich zu tun. Gerade, dass am Ende fast immer etwas greifbares, tragbares heraukommt macht mich wahnsinnig glücklich beim Nähen. Und wenn es nicht nur für den Alltag ist, sondern auch mal so richtig überdreht und abstrakt ist ist nähen fast eher Kunst als Handwerk!

    Außerdem schätze ich es, dass ich meinen Kleiderschrank so gestalten kann wie ich es will. Das ich nicht an dünne Fetzen gebunden bin, die nach zwei Mal Waschen auseinanderfallen oder so verzogen sind, dass man sie nicht mehr anziehen kann. Das ich Naturmaterialien wie Baumwolle, Wolle und Seide vernähen kann. Die schönen Stoffe beim Nähen in den Händen zu halten und später auf dem Körper zu tragen ist einfach wunderbar. Und auch das macht mich glücklich!

    ReplyDelete
    Replies
    1. nun ja, ich bin ja dabei nicht permanent unglücklich.ich mag es sehr, die schöne stoffe zu verarbeiten.ich weiß nicht,ob ich whansinnig glücklich sein kann,wenn ich etwas genäht habe-dafür nähe ich zu lange, viellicht hatte ich das so vor 20-30 jahren, zu beginn...ich weiß es nciht mehr.vermutlich war ich damals überglücklich. abstraktes und übetrdrehtes nähe ich gar nicht mehr. vor einem jahr hab ich fast alles,was nicht zu meinem lebensstil passt, also vintage-kleidung, weggegegeben.
      ich kaufe mir seit 2007 keine Kleidung ausser jeans und strick.daher alles,was drin ist ,ist eh von mir.auf die stoffe habe ich immer besonderen wert gelegt,weil ich sehr langsam und dadurch auch nciht zu viel nähe, also,muss sich das gut anfühlen und lange leben und immer noch toll aussehen. d.h. das ist normal für mich und nichts besonderes,was hochgefühle auslöst.
      hochgefühl erlebe ich manchmal,wenn ich mich, meine unzulänglichkeiten besiegt habe, einen rätsel eines designerstückes, als normalsterbliche, gelöst.nur der weg dahin ist für mich meistens sehr hart.

      Delete
  14. Liebe Julia,
    Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich habe mit 12 angefangen,zu nähen und jetzt bin ich 47 und das Nähen ist für mich wichtiger denn je. Es ist mein Ausgleich, es erdet mich in stressigen Zeiten. Gerade die Schritte ,die Zeit erfordern, das Heften oder Nähen von Hand oder wenn ich stundenlang zuschneiden, weil ich es einfach exakt möchte... Natürlich bin ich auch perfektionistisch. Ich freue mich wie Bolle, wenn ich etwas gut hinbekommen habe, eine bestimmte Technik neu lernen konnte, einen Stoff entdecke, der mir direkt zuflüstert, was er mal werden will... Ich liebe es, mein selbst genähtes zu tragen. Und für andre nähe ich nur, wenn ich weiß, dass sie es auch zu schätzen wissen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr zu nähen.
    Und ich freue mich sehr, dass ich dich und andere kennen lernen darf, die meine Leidenschaft teilen :)
    LG Friedalene

    ReplyDelete
    Replies
    1. Herzlichen Dank für Deine Worte.
      ich kann mir auch nciht vorstellen,dass ich aufhören könnte,aber aus eigener Erafhrung weiß ich,dass auch das passieren kann, ich ahbe über mehrere Jahre nur Prozessliste statt vergnügen gesehen und konnte nicht mehr nähen bis die Leidenschaft doch gesiegt hat:-)

      Delete
  15. Anonymous30/1/18 09:08

    Ich denke das Problem beim Nähen ist, dass man mit der Zeit auch immer mehr die Anforderungen wachsen perfekt zu nähen. Man kann ein Kleidungsstück auf so vielen verschiedene Art und Weisen nähen. Bekannte nähen sogar Webstoff-Röcke mit der Overlock oder versäubern einfach gar nicht. Kann man natürlich machen, aber je länger man näht umso mehr will man es auch perfekt machen...und daher kommt man beim Nähen einfach nie an den Punkt an den man sagen kann: So, jetzt kann ich alles. Es gibt immer noch eine andere Möglichkeit die Sachen zu verarbeiten die vielleicht noch einen ticken ordentlicher ist. Aber grundsätzlich muss ich sagen macht es mich dann doch sehr glücklich, wenn ich mich einmal durch eine Anleitung für einen Hemdkragen und Manschetten durchgequält habe und es beim zweiten mal dann plötzlich flutscht :-)Man erspart sich durch das angeeignete Wissen also schon viel Denkarbeit!
    So richtig entspannen kann ich beim Nähen nicht und glücklich macht mich ehrlich gesagt eher der Stoffkauf und danach dann das Tragen. Und der Umstand dass ich an einen Abend nach der Arbeit noch was sinnvolles geschaffen habe und nicht vor den Fernseher gesessen bin!
    Liebe Grüße
    Susi

    ReplyDelete
    Replies
    1. Vielen dank für Dein Kommentar. ja, das stimmt, ich hatte ein mal die ganze Woche damit verbracht, mich zu entscheiden, nach welcher Methode ich das Armloch im Jackett verarbeite. ich hatte die wahl zwischen 3. dem entsprechend hätte ich mich auf die weitere Verarbeitung festgelegt.das war nicht leicht.
      ich habe ja auch ständig vor Augen,wie man noch besser nähen kann, weil ich in russischen foren hochprofessionelle Verarbeitung sehe,die aber nicht unbedingt von den gelernten Profis gemacht ist. es ist entweder Erziehungs- oder Mentalitätssache,dass die Russen immer nach dem besserem Können streben.

      Delete
  16. Anonymous31/1/18 13:45

    Nein, glücklich macht mich das Nähen nicht. Kurzzeitig bin ich mit einem Arbeitsschritt zufrieden, aber glücklich? Trotzallem ist mir das Nähen sehr wichtig und hat mich durch viele "dunkle Stunden" begleitet. Flapsig erzähle ich gerne, dass mir das Nähen den Therapeuten erspart. Nur wenige wissen, dass das tatsächlich der Fall war. Wenn ich mal wieder tieftraurig war, habe ich mich an meine Nähmaschine gesetzt und angefangen zu nähen. Oftmals - nicht immer - konnte ich durch das konzentrierte Arbeiten aus dem Gedankenkarusell springen und die Depri-Phase verschwandt. (Das traf auf mich zu und ist nicht allgemein gültig!) Daher hat mich das Nähen gerettet. Aber wie ist das so schön, Fluch und Segen liegen nahe beieinander. Ich bin beim Nähen oft am zweifeln, teilweise am verzweifeln. Mein Ziel ist es, ein perfektes Kleidungsstück zu schaffen. Dies gelingt mir aber nicht. Dazu reichen meine Nähkenntnisse und auch meine Geduld nicht aus. Bei den fertigen Stücken denke ich oft, na ja, dass hättest du besser machen können. Aber es ist nicht nur das fertige Kleidungsstück, dass mich zweifeln lässt, sondern auch - ob dieses Kleidungsstück zu mir passt? Ob ich nicht lächerlich in meinem "Selbstgeschneiderten" wirke?
    Ach, genug gejammert. Nähen macht mir noch nach 25 Jahren viel Freude. Mehr kann man doch eigentlich nicht von einem Hobby erwarten?
    LG Martina (MaxLau)

    PS: Vor geraumer Zeit habe ich mir ein graues Kleid genäht. Du hast mich gefragt, warum ich einen Abnäher eingebaut habe. Diese Mehrweite wäre doch bereits im Schnitt enthalten. Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht. Es würde ja bedeuten, dass die Balance bei einer Frau mit wenig Busen genauso stimmig ist wie bei einer Frau mit großem Busen. Bestimmt habe ich irgendwo einen Gedankenfehler. Ich weiß aber nicht wo. ;))
    PS PS: Komme leider nicht auf mein Google-Konto, daher anonym.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Hallo Martina,
      zuerst zum schnitt:

      die balance wird gar nicht gestört,weil dieser abnäher weg abgewandelt ist.
      ist ist sehr kompliziert zu erklären,weil es in mehreren schritten gemacht wird.
      ein merkmal von dieser falch-abwandlung(so heisst es bei russen) ist,dass der rücken etwas breiter ausfällt als vorderteil. im vorderteil ist sogar etwas mehr rausgeschnitten. dadurch bekommst du mehr dynamik.der abnäher ist aber nciht ignoriert,sondern zerteilt und in 3 richtungen gelenkt.so im groben.
      und,was ich noch erfahren habe. diese methode funktioniert einwandfrei bis grösse 42, maximal 44. wie sie das für grössere grösseren kreieren-weiß ich noch nicht.

      ob das stück mir passt, weiß ich mehr oder weniger ,bevor ich es nähe. zu einem meine vorstellungskraft,zum anderen, wenn die vorstellungskraft nciht ausreicht, male ich silhoeutten von mir mit dem kleidungsstück. spätestens dann weiß ich das.
      nähen als therapie empfinde ich auch sehr häufig. nicht dass meine gedanken unterbrochen werden, sondern ,wenn das schaffungsprozess gelingt. ich vergleiche es mit kunsteinsatz bei behandlungen in der psychotherapie. das setzt natürlich vorraus,dass das stück mich nicht in den wahnsinn treibt:-)

      ganz liebe grüße
      Julia

      Delete